Passives Einkommen

Es gibt "aktive" und "passive" Einkommen.
Ein "aktives Einkommen" finden wir, wenn z.B. nach Stundenlohn bezahlt wird. Für die Stunden, die man für die Firma arbeitet bekommt man am Ende vom Monat seinen Lohn. Akkordarbeit ist auch "aktives Einkommen". Nur dass diesmal nicht nach Zeit, sondern nach Stückzahl entlohnt wird.
Ein "passives Einkommen" dagegen kann auch dann generiert werden, wenn man nicht aktiv an der Arbeit ist.

Um den Unterschied zwischen aktivem und passivem Einkommen zu verdeutlichen, hier ein kleines Beispiel:

Ein Dorf liegt in der Nähe zum Fluss, hat aber keinen eigenen Brunnen. Das Wasser muss vom Fluss zum Dorf gebracht werden. Hierfür gibt es Arbeiter, die große Eimer tragen, und sie bekommen für jeden vollen Eimer, den sie ins Dorf bringen, eine Bezahlung (aktives Einkommen).
Aber einer von ihnen möchte nicht sein Leben lang diese schweren Eimer schleppen, und erfindet und baut ein Schöpfrad und eine Pipeline bis zum Dorf. Natürlich brauchte er eine Zeitlang, um all das zu bauen und zu planen, aber eines Tages fließt das Wasser in das Dorf.
   
 
Er bekommt das gleiche Geld für jeden vollen Eimer, wie jeder andere Arbeiter auch, aber er muss nicht mehr schleppen. Noch dazu transportiert die Pipeline viel mehr Wasser, als die anderen Arbeiter mit ihren Eimern.
Und das Wasser läuft auch nachts, wenn er schläft, und auch am Wochenende, sogar während seiner Urlaubszeit und bringt ihm den Verdienst (passives Einkommen). Er muss sich nur ab und zu um das Schöpfrad und die Pipeline kümmern und sein Einkommen ist gesichert.

"Passiv" heißt bei uns natürlich nicht, dass Geld vom Himmel fällt, ohne dafür etwas tun zu müssen. Wie in jedem anderen Geschäft erhalten Sie ein solides passives Einkommen nur dann, wenn Sie vorher etwas dafür getan haben.
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© 2006 Stephan Klöcker